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Gärten, Freiräume und Landschaften sind Ergebnisse eines Jahre bis Jahrhunderte langen Entwicklungsprozesses. Sie entstehen, verändern sich oder verschwinden in Abhängigkeit von persönlichen oder gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Sie bestehen in einem Spannungsfeld zwischen Beständigkeit und Veränderung, Ordnung und scheinbarem Chaos. |
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Veränderungen ihrer Gestalt ergeben sich aus der natürlichen Dynamik wie z.B. durch die Entwicklung der Vegetation, die Aktivität von Tieren oder durch „Naturkatastrophen“, die von klimatischen Faktoren ausgelöst werden. Auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung verändert Gärten, Freiräume und Landschaften durch sich wandelnde Nutzungsinteressen. |
Dem gegenüber steht das menschliche Bedürfnis nach Beständigkeit und Ordnung, Kontrollierbarkeit und Berechenbarkeit. Je deutlicher Veränderungen wahrnehmbar sind und je schneller sie ablaufen, um so unüberschaubarer und unkontrollierbarer scheint die Umwelt zu werden. Als Reaktion greift der Mensch ordnend ein, um die eigendynamische Entwicklung seiner Lebensumwelt aufzuhalten und dauerhafte Lebensbereiche zu schaffen. Entsprechende Maßnahmen finden sich nicht nur in der Garten- und Grünflächenpflege, sondern auch in Naturschutzkonzepten. |
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Gleichzeitig verändern sich Menschen selbst. Zunahme, Nachlassen oder Verlust körperlicher Kräfte und geistiger und sozialer Fähigkeiten vergrößern oder verringern die Möglichkeiten der Freiraumnutzung und der Mitgestaltung der äußeren Lebensumwelt. Persönliche Veränderungen verlangen nach Anpassungen, also auch nach Veränderungen im Außenbereich. |
Gärten, Freiräume und Landschaften sind nicht nur Ergebnis, sondern auch Spiegelbild der persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und dadurch ein Stück Identität ihrer Besitzer oder Nutzer, des Quartiers, der Stadt, einer Region. |
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